Juli 19

Hundegesundheit, Wurmkur, Durchfall & Co – Das sollten Sie beachten

Hundefutter

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Nicht nur für uns Menschen, sondern auch für die Hunde ist Gesundheit ein hohes Gut. Ein gesunder Hund entwickelt sich normal, weist eine hohe Lebenserwartung auf und bereitet dir im Alltag große Freude. Viele typische Hundekrankheiten, etwa Durchfall, lassen sich mit der richtigen Pflege vorbeugen oder zumindest wirkungsvoll behandeln. Dazu zählen zum Beispiel hochwertiges Welpenfutter oder eine Wurmkur für einen Hund. So klappt es mit einer optimalen Hundegesundheit.

Warum für Hunde Gesundheit so wichtig ist

Bereits im Welpenalter spielt die Gesundheit für Hunde eine elementare Rolle. Nur ein fitter, agiler Welpe wächst zu einem gesunden Junghund heran. Möchtest du einen Rassewelpen bei dir aufnehmen, solltest du darauf achten, dass er aus einer seriösen Zucht stammt.

Ein gesunder Hund ist lernwillig sowie leistungsfähig. Du kannst ihn gut erziehen und ihn geistig als auch körperlich angemessen auslasten. Ist er krank, ist dies nur eingeschränkt möglich. Ein kranker Hund hat spezielle Bedürfnisse, auf die du Rücksicht nehmen musst. Je nach Erkrankung kann eine Behandlung sehr aufwändig, zeit- und kostenintensiv sein. Dies kann das entspannte Miteinander belasten.

Achtest du auf die Hunde-Gesundheit, stehen die Chancen gut, dass er problemlos ein hohes Alter erreicht. Eine gute Pflege und vorbeugende Maßnahmen ersparen euch beiden viel Stress sowie Leid.

Die häufigsten Hundekrankheiten

Durchfall (Diarrhoe)

Durchfall ist ein Symptom, keine Erkrankung, und kann viele Ursachen haben. Tritt der Durchfall nur akut auf, stellt er in der Regel keinen Grund zur Beunruhigung dar. Bei Welpen, besonders ausgeprägten Beschwerden, langanhaltendem Durchfall oder unklarer Ursache ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich.
Gründe für Diarrhoe können das Futter, Darmparasiten, Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Stress, Angst, Vergiftungen oder diverse Erkrankungen sein.

Haushaltsmittel gegen Durchfall

Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Ermuntere deinen Hund, wenn nötig, zum Trinken. Kontrolliere mithilfe des Hautfaltentests, ob er bereits zu viel Flüssigkeit verloren hat. Ziehe dazu die Haut im Schulter-Nackenbereich langsam hoch. Bildet sich die Falte nur langsam zurück, droht eine gefährliche innere Austrocknung. Wenn dein Hund gleichzeitig erbricht, ist die Gefahr einer Dehydration besonders hoch. In diesem Fall solltest du deinen Hund unbedingt zum Tierarzt bringen.
Liegt kein Notfall vor, lässt du deinen Hund am besten zunächst einen Tag lang fasten, damit sich Magen und Darm leeren sowie beruhigen können. Wasser sollte deinem Hund natürlich weiterhin zur freien Verfügung stehen.

Schonkost

Anschließend fütterst du deinen Hund mit Schonkost. Dazu kannst du Reis oder Kartoffeln sowie Hühnchenfleisch kochen. Biete es zusammen mit gekochten, pürierten Karotten (oder eingeweichten Karottenpellets), Quark und/ oder Hüttenkäse an. Alternativ kannst du eine „Morosche Möhrensuppe“ selbst herstellen.
Der Schonkost als auch dem normalen Hundefutter kannst du Leinsamen, Heilerde, gequollene Flohsamen oder Kohletabletten/ Aktivkohle beifügen.
Spätestens nach vier Tagen solltest du deinen Hund wieder wie gewohnt füttern, sofern sich seine Verdauung normalisiert hat.

Verstopfung (Obstipation)

Auch Verstopfung stellt ein Symptom dar, keine Krankheit. Eine akute Verstopfung ist in der Regel unbedenklich. Mithilfe einfacher Hausmittel kann dein Hund meistens wieder problemlos und schmerzfrei Kot absetzen. Hält die Verstopfung jedoch länger an oder geht es deinem Hund merklich schlecht, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Wird der Kot im Darm zu hart, verursacht dies unter Umständen einen Verschluss. Eine chronische Verstopfung kann zu irreversiblen Folgen führen. Auch verschluckte Fremdkörper oder verschiedene Erkrankungen können ernstzunehmende Auslöser sein.

Hausmittel gegen Verstopfung

Stelle sicher, dass dein Hund ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Animiere ihn, wenn nötig, zum trinken. Lasse Hundetrockenfutter in Wasser quellen, ehe du es verfütterst. Bewegung bringt den Darm in Schwung, daher solltest du darauf achten, dass sich dein Hund ausreichend bewegt. Lege bei Bedarf eine Extra-Gassirunde ein. Du kannst zudem gequollene Flohsamen oder eingeweichte Leinsamen ins Futter mischen.

Erbrechen (Emesis)

Die Ursachen für Erbrechen beim Hund können vielfältig sein, sind jedoch meist harmlos. Erbricht dein Hund einmalig halbverdautes Futter oder Galle, ist dies normalerweise kein Grund zur Sorge. Erbricht dein Hund regelmäßig oder weist weitere, besorgniserregende Symptome auf, ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig. Das Futter, Vergiftungen, Infektionen, Stress und verschiedene Erkrankungen können der Grund für häufiges Erbrechen sein.

Hausmittel gegen Erbrechen

Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme deines Hundes. Stelle sicher, dass er nicht dehydriert. Lege einen Fastentag ein, an dem sich der Verdauungstrakt des Hundes beruhigen kann. Füttere ihn anschließend bis zu vier Tage lang mit Schonkost. Die Gabe von Aktivkohle und lauwarmen Kamillentee ist ebenfalls hilfreich.

Verdauungsprobleme vorbeugen

Besuche jährlich für allgemeine Hunde-Gesundheit-Check-ups den Tierarzt. Lasse regelmäßig den Kot untersuchen und wende bei Bedarf eine Wurmkur beim Hund an. Halte den Wasser- sowie Futternapf stets sauber und lasse deinen Hund nicht aus Pfützen trinken. Achte zudem darauf, dass dein Hund sich ausreichend bewegt sowie im Alltag nicht zu gestresst ist.
Finde heraus, welches Futter dein Hund gut verträgt. Führe hierfür bei Bedarf ein Fütterungsprotokoll. Meide künftig alles, was seinem Magen-Darm-Trakt Probleme bereitet.

Darmparasiten/ Wurmbefall

Oftmals sind Darmparasiten der Grund für Verdauungsprobleme beim Hund. Weitere typische Symptome sind Appetit- und Gewichtsverlust, Juckreiz am After und Mangelerscheinungen. Bei einem massiven Befall können der Bauch aufgebläht und Würmer im Kot mit bloßem Auge zu erkennen sein.

Zu einem Wurmbefall kommt es, wenn dein Hund Wurmeier über das Maul aufnimmt. Dies geschieht in der Regel durch das Beschnüffeln und Belecken von Kot infizierter Artgenossen. Frisst dein Hund befallene Zwischenwirte, etwa Mäuse, kann es ebenso zu einer Übertragung kommen. Infizierte, säugende Hündinnen können Haken- und Spulwürmer über die Muttermilch an ihre Welpen weitergeben.

Diagnose und Behandlung eines Wurmbefalls

Um festzustellen, ob dein Hund Darmparasiten hat, benötigt dein Tierarzt eine Kotprobe. Einige Wurmeier werden nur unregelmäßig ausgeschieden, sammle daher den Kot über drei Tage hinweg.
Diagnostiziert dein Tierarzt Würmer, sollten diese mit Anthelmintika behandelt werden. Sie greifen in den Stoffwechsel der Würmer ein und töten diese. Eine einzelne Wurmkur für den Hund kann bereits ausreichen. Je nach Wurmart, Befall, sonstigen Symptomen und Alter des Hundes sind jedoch unter Umständen weitere Interventionen notwendig.

Prävention eines Wurmbefalls

Eine Wurmkur kann dem Hund nicht prophylaktisch gegeben werden. Sie wirkt nur, wenn ein Darmparasitenbefall vorliegt. Eine Wurmkur für Hunde enthält giftige Substanzen, die beim Hund zu Nebenwirkungen führen können und die Darmflora belasten. Regelmäßiges Entwurmen ist daher nicht zu empfehlen. Wenn du Würmer ausschließen möchtest, kannst du stattdessen ein- bis viermal im Jahr den Kot deines Hundes untersuchen lassen.

Ein Wurmbefall lässt sich kaum vorbeugen, wenn dein Hund viel draußen unterwegs ist. Du kannst ihm jedoch regelmäßig ein wenig Kokosöl, Kokosraspeln und/ oder eine spezielle Kräutermischung ins Futter geben. So eine natürliche Wurmkur für Hunde hat keine Nebenwirkungen, ist bei einem (starken) Befall jedoch meistens nicht effektiv genug.

Hochwertiges Futter für eine gute Hunde-Gesundheit

Das Futter gilt als häufigste Ursache von Verdauungsproblemen. Liegen kein Wurmbefall oder andere Erkrankungen vor, solltest du die Fütterung deines Hundes genauer unter die Lupe nehmen. Eine falsche Fütterung kann nicht nur zu Durchfall, Verstopfung & Co. führen, sondern auch zu Mangelerscheinungen, Hautausschlägen und weiteren Beschwerden. Damit dein Hund gesund bleibt, ist ein ausgewogenes Futter elementar.

Typische Fütterungsfehler

Gib deinem Hund nur Futter, das für Hunde ausgelegt ist. Katzenfutter, verdorbenes Futter oder eigene Essensreste sind ungeeignet. Manche, für Menschen harmlose Lebensmittel, sind für Hunde giftig oder zumindest ungesund. Dazu zählen unter anderem Kakao, Kaffee, Weintrauben/ Rosinen, Zwiebeln und Knoblauch.
Verzichte auf sehr große Futterportionen und zu lange Essenspausen. Füttere deinen Hund mindestens zweimal täglich. Versuche, die Fütterungszeiten ein wenig zu variieren, ohne die Abstände allzu klein/ groß werden zu lassen. Ist dein Hund fixe Fütterungszeiten gewöhnt, stellt sich seine gesamte Verdauung darauf ein. Fütterst du ihn dann doch einmal etwas später, könnte er bereits unter Sodbrennen leiden.

Das Futter sollte weder zu kalt, noch zu heiß sein. Optimal ist es, wenn das Futter Zimmertemperatur hat.
Die Verdauungszeiten von Hundetrockenfutter, -nassfutter und Barf sind sehr unterschiedlich. Es ist daher nicht empfehlenswert, Trocken- und Nassfutter zusammen zu servieren.
Wechsle das Futter nur schrittweise. Die Darmflora muss sich zunächst an die unterschiedliche Zusammensetzung gewöhnen. Dies gilt selbst dann, wenn du bloß die Sorten wechselst.
Bei großen Knochenmengen neigen Hunde zu sehr hartem, hellem Kot („Knochenkot“) und somit Verstopfung. Leber, Blut und Pansen wiederum können rasch zu Durchfall führen.
Auch Hunde können Allergien und Unverträglichkeiten entwickeln. Sie reagieren zum Beispiel auf bestimmte Fleischsorten, Farbstoffe, Konservierungsmittel oder Getreide. Um herauszufinden, ob dies bei deinem Hund der Fall ist, ist eine strenge Ausschlussdiät nötig.

Hochwertiges Hundefutter

Mit einem hochwertigen Futter legst du den Grundstein für eine gute Hunde-Gesundheit. Da jeder Hund etwas andere Bedürfnisse hat, gibt es jedoch nicht nur ein perfektes Futter. Nicht umsonst gibt es unter anderem spezielle Diät-, Senioren- sowie Welpenfutter.
Die gängigsten Fertigfutter sind Trocken- und Nassfutter. Sie unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung zum Teil sehr stark und sind oftmals eher minderwertig.

Geschlossene Deklaration

Unter „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ versteht man nicht nur Muskelfleisch und hochwertige Innereien, sondern auch billige tierische Anteile wie Schnäbel, Federn oder Euter. Ist die Zusammensetzung nicht genauer aufgeschlüsselt, kannst du davon auszugehen, dass es sich primär um minderwertige Nebenerzeugnisse handelt. Dasselbe gilt für „Fisch und Fischereinebenerzeugnisse.“
Hinter „Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse“ verbergen sich Abfallprodukte. Gegen einen gewissen Obst- und Gemüseanteil im Hundefutter ist nichts einzuwenden. „Pflanzliche Nebenerzeugnisse“ sind jedoch in der Regel billige Füllstoffe wie Pflanzenmehle oder Getreidereste.
Auch zu „Milch und Molkereiprodukte“ zählen minderwertige Inhaltsstoffe, die dein Hund nicht braucht.

Halboffene und offene Deklaration

Da Hunde primär Fleisch fressen, sollte der Fleischanteil im Futter möglichst hoch sein. Hochwertiges Hundetrockenfutter enthält etwa 40% getrocknetes Fleisch. Achtung: Die Angabe von Frischfleisch im Trockenfutter ist irreführend, da ein Frischfleischanteil von 70% nur ca. 20% getrocknetem Fleisch entspricht! Bei Nassfutter ist ein Fleischanteil von rund 65% empfehlenswert.
Zutaten wie „getrocknetes Geflügelfleisch“ oder „Geflügelfleischmehl“ sprechen für ein hochwertiges Hundetrockenfutter. „Geflügelprotein“ beziehungsweise „hydrolisiertes, tierisches Eiweiß“ wiederum sind kein Fleisch. Damit sind billige, verarbeitete Schlachtabfälle gemeint.
Mais, Soja, Getreide und Kartoffeln liefern große Mengen Kohlenhydrate. Ein Zuviel davon ist ungesund und führt zu Verdauungsproblemen. Wertvolle Kohlenhydratquellen sollten in Maßen verfüttert werden. Dazu zählen zum Beispiel Kartoffeln, Reis und Gemüse. Auf Weizen, Soja und Mais solltest du verzichten. Damit der Getreide- und Pflanzenanteil kleiner wirkt, als er tatsächlich ist, schlüsseln Hundefutterhersteller ihn gerne in die einzelnen Komponenten auf. In Summe weist ein hochwertiges Hundetrockenfutter einen Pflanzenanteil von ca. 30% auf, ein Nassfutter von etwa 10%.
Aromen, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, gewisse künstliche Konservierungsmittel sowie Zucker sind ungesund. Rübentrockenschnitzel und Rübenmelasse enthalten ebenfalls Zucker, liefern aber auch Vitamine und dienen zudem als Bindemittel im Trockenfutter.

Unterschiedliche Fertigfutter

Viele Hersteller bieten Futter an, die spezielle Bedürfnisse abdecken sollen. Dazu zählen Fertigfutter für besonders aktive, übergewichtige, alte oder allergische Hunde. Befindet sich dein Hund noch im Wachstum, kannst du ihm Welpenfutter geben. Sofern die jeweilige Zusammensetzung hochwertig ist, kannst du damit deinen Hund optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Es gibt extrudiertes sowie kaltgepresstes Hundetrockenfutter. Dies sagt nichts über die Zutaten aus, sondern lediglich über das Herstellungsverfahren. Aufgrund der schonenderen Herstellung enthält kaltgepresstes Futter mehr Nährstoffe. Manche Hunde vertragen extrudiertes Futter jedoch besser.

Egal, ob kaltgepresst oder extrudiert: Die alleinige, dauerhafte Gabe von Trockenfutter ist nicht zu empfehlen. Selbst ein hochwertiges Trockenfutter kann nicht so gut zusammengesetzt sein wie ein hochwertiges Nassfutter. Der geringe Feuchtigkeitsgehalt belastet die Nieren deines Hundes enorm, sogar wenn er reichlich trinkt. Das gilt auch für Halbfeuchtfutter.

Alternative zu Fertigfutter

Du kannst deinem Hund auch gekochtes oder rohes Fleisch geben. Eine ausgewogene Barf-Portion nach dem Beutetierprinzip kommt der natürlichen Ernährung besonders nah und deckt den Nährstoffbedarf deines Hundes ab. Sie beinhaltet Muskelfleisch, Innereien, Pansen/ Blättermagen, Knochen, Gemüse, Obst sowie verschiedene Supplemente.
Du kannst beim Barfen optimal auf die individuellen Bedürfnisse deines Hundes eingehen. Es eignet sich auch als Allergiker-, Senioren- und Welpenfutter.

Fazit

Achte auf eine angepasste Fütterung sowie regelmäßige Bewegung. Gehe bei Bedarf zum Tierarzt und verabreiche, wenn nötig, eine Wurmkur für den Hund. Damit leistest du einen wertvollen Beitrag zur Hunde-Gesundheit. Mit den typischen Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall beim Hund wirst du dich dann nicht mehr so häufig auseinandersetzen müssen. Sollte dein Hund doch einmal krank oder verletzt sein, findest du unter https://erste-hilfe-beim-hund.de/ viele praktische Tipps und Informationen rund um Erste Hilfe beim Hund.


Tags

hundefutter, hundegesundheit, wurmkur


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