Juli 19

Hundebett – 5 Tipps für einen gesunden Hundeschlaf

Hundezubehör

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Das Hundebett gehört zur Erstausstattung, wenn eine Fellnase in sein neues Zuhause einzieht. Beim Kauf, beim Aufstellen und beim Reinigen muss einiges beachtet werden. Doch welches Hundebett ist für welchen Hund geeignet und welche Größe ist die richtige? Hier sind die Antworten auf alle Fragen.

Welches Hundebett passt zu welchem Hund?

Der Hund verbringt die meiste Zeit am Tag mit Schlafen. Dort wo er so viel Zeit verbringt, sollte es auch möglichst angenehm und bequem sein. So kann er noch besser ins Land der Träume sinken und neue Energie tanken.

Jeder Hund hat seine Vorlieben, wo und auf was er am liebsten schläft. Doch mit zunehmendem Alter wissen sie ein weiches, bequemes Bett sehr zu schätzen, gerade wenn altersbedingte Beschwerden wie Gelenkprobleme in Form von Arthrose und Rheuma auftreten.

Hundebett

Hundebetten sind gut gepolstert und schützen den Hund vor kalten Böden. Es gibt sie in unterschiedlichsten Grössen und Farben. Besonders einfach zu reinigen Sind Hundebetten aus Kunstleder.

Hundekorb

Geflochtene Hundekörbe bestehen aus Rattan oder Weide und sind stabil. Sie haben einen hohen Rand und ein gemütliches Kissen. Der Nachteil solcher Hundekörbe besteht darin, dass einige Hunde ihren Korb gerne anknabbern. Eine Alternative ist ein Hundekorb aus Kunststoff. Dieser ist leicht auswaschbar und ebenfalls sehr stabil. Welchen Hundekorb Du letztlich für Deinen Hund wählst, bleibt Dir und Deinem Geschmack überlassen.

Hundesofa

Hunde liegen gerne leicht erhöht auf einem Sofa. Es gibt aber auch Hundesofas: Diese sehen aus wie Miniaturausgaben der „Menschensofas“ und sind genauso bequem. Aber zugegeben: Die meisten kaufen sich ein solches Hundesofa, weil es ihnen gefällt und nicht weil der Hund so bequem darauf liegt.

Hundedecke

Hundedecken schützen den Hund vor kalten Böden. Gepolstert sind sie aber nicht. Sie eignen sich gut an einem Platz, wo der Hund sich kurz hinlegen und zur Ruhe kommen soll: Etwa im Wohnzimmer, in der Küche oder auf dem Balkon. Um lange darauf zu schlafen eignen sich solche Hundedecken weniger. Sehr gut geeignet ist eine Hundedecke auch im Auto als Unterlage in der Transportbox, damit der Hund auf der Reise nicht auf dem kalten, harten Kunststoff liegen muss. Der Vorteil einer Hundedecke ist, dass sie sehr gut waschbar sind.

Hundekissen

Hundekissen sind gepolsterte Kissen, die entweder direkt auf den Boden gelegt werden oder in einen Hundekorb. Diese können mit ausgedienten Kissenbezügen oder Bettbezügen zusätzlich vor Schmutz geschützt werden.

Orthopädisches Hundebett

Gerade ältere Hunde, aber nicht nur sie, werden das orthopädische Hundebett lieben. Auf ihnen können sie schmerzfrei und entspannt schlafen. Die normalen Hundebetten und Hundematratzen sind oft mit einer Wattemischung gefüllt. Diese verklumpt mit der Zeit und wird für den Hund immer unbequemer. Das orthopädische Hundebett besteht aus mehreren Schichten. Ein Verklumpen der Füllung ist gar nicht möglich. Der Kern des Füllmaterials passt sich dem Form des Hundes an. So werden Wirbelsäule und Hüften des Hundes gut gestützt und sinken nicht ein. Der ganze Bewegungsapparat des Hundes wird dank dieses Memory-Foam-ähnlichen Materials hervorragend entlastet.

Wer ein wirklich hochwertiges und bequemes Hundebett kaufen will für seinen Vierbeiner, wird ein orthopädisches Hundebett oder ein orthopädisches Hundesofa wählen. Sind sie von guter Qualität, sind diese Schlafmöglichkeiten für Hunde sehr langlebig. Alte und gebrechliche Hunde können aus ihnen auch besser aufstehen, als aus herkömmlichen Hundebetten.

Weitere Informationen über orthopädische Hundebetten findest du hier:

Das orthopädische Hundebett – Sinn oder Unsinn?

Wie groß soll das Hundebett für den Hund sein?

Wie groß ist Deine Matratze? Wahrscheinlich ist sie größer als du selbst. Genauso solltest Du es beim Hund auch halten. Wähle ein Hundebett, auf dem sich Dein Hund nach belieben strecken und auch einmal drehen kann, ohne gleich herunterzufallen. Wie du sicher schon selber gesehen hast, können Hunde die komischsten Schlafpositionen einnehmen. Aber auch da soll es möglichst bequem sein, damit Dein vierbeiniger Liebling Energie für den nächsten Spaziergang oder für den nächsten Tag tanken kann.

Probleme bei zwei unterschiedlich großen Hunden

Anders als bei uns Menschen, halten sich Hunden oft nicht daran, in „ihrem“ Bett zu schlafen. Sie schlafen auch gerne mal im Bett ihres Hundekumpels. Wenn beide die gleiche Größe haben, ist das kein Problem. Wenn aber der eine Hund doppelt so groß ist wie der andere und die beiden Hundebetten den jeweiligen Hundegrößen angepasst sind, kann das zu einem Problem werden.

Willst Du das umgehen, kaufe die Hundebetten alle in der Größe des größeren Hundes: So kann jeder auf jedem Hundeschlafplatz liegen und sich richtig ausstrecken.

Die besten Plätze zum Aufstellen von Hundebetten

Sehr oft hört man von Hundebesitzern, dass ihr Hund nie in seinem Hundebett schlafe und deshalb gar kein solches benötigen würde. Vielfach ist es jedoch so, dass das Hundebett einfach an der falschen Stelle steht und der Hund deshalb, den unbequemeren, aber ansonsten angenehmeren Platz zum Schlafen wählt.

Wo sollte das Hundebett aufgestellt werden?

Das Hundebett sollte an einem ruhigen Platz in der Wohnung aufgestellt werden. Aber dennoch sollte der Hund nicht zu weit weg von „seinen“ Menschen sein. Mögliche Plätze sind ruhige Ecken im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer oder im Schlafzimmer. Manchmal muss das Hundebett einige Male umgestellt werden, bis der richtige Schlafplatz für den vierbeinigen Freund gefunden wurde. Gut bewährt hat sich auch, mehr als einen Schlafplatz einzurichten. Dann kann der Hund, je nach aktuellem Bedürfnis, den für ihn besten Platz selbst auswählen.

Folgende Orte sind schlechte Plätze für ein Hundebett:

  • Im Bad ist der Hund zu abgeschirmt von der Familie. Er wird dort nicht liegen wollen.
  • Im Wohnzimmer und auf dem Flur ist meist zu viel los: Ständig läuft jemand durch./li]
  • In der Nähe des Fernsehens wird der Hund unter Umständen vom Flackern des Fernsehers gestört: Nicht alle Hunde mögen das.
  • In der Küche und im Esszimmer duftet nach Essen. Wer kann schon bei diesen Gerüchen in Ruhe schlafen?

Eine kurze Anleitung zur Reinigung und Pflege

Da Hunde auch mal sabbern, mit dreckigen Pfoten ins Bett gehen und Haare verlieren, muss so ein Hundebett auch einmal gereinigt und gewaschen werden. Deshalb ist es wichtig, dass Du darauf achtest, dass das Hundebett waschbar und wasserfest ist.

Viele Menschen packen ihre Hundebetten zusätzlich in alte Bettbezügen ein. Das hat den Vorteil, dass diese Bezüge mit einer höheren Temperatur gewaschen werden können als die Hundebetten und diese erst noch länger schön bleiben. Wenn Du das Bett neu kaufst, riecht es oft nach Chemikalien. Du solltest es, bevor Du den Hund darauf schlafen lässt, gut auslüften oder ein erstes Mal waschen. Auch da hilft ein Bettbezug, dieser überdeckt den chemischen Geruch dieser Bettchen recht gut.

Tipps zum Waschen des Hundebetts

Für eine grobe Grundreinigung der Schlafmöglichkeit deines Hundes reicht ein feuchtes Tuch. Doch willst du es einmal richtig waschen, hier einige Tipps:

    • Alle Hundehaare, die Du nicht vor dem Waschen entfernst, bleiben in der Maschine oder beim nächsten Waschgang an Deinen Kleidern hängen.
    • Reißverschluss vor dem Waschen schließen.
    • Die Polster bestehen meistens aus Schaumstoff und können in der Waschmaschine nicht gewaschen werden. Wenn sie wirklich dreckig sind, musst Du sie von Hand waschen und draußen an der Sonne trocknen lassen. Das solltest Du aber so wenig wie möglich machen, da der Schaumstoff darunter leidet. Und natürlich das Ganze auf den Sommer verlegen.
    • Weichspüler sind zu geruchsintensiv für die empfindliche Hundenase und können Allergien auslösen. Verzichte deshalb lieber darauf.

 

Das richtige Material des Hundebettes

 

    • Der Bezug des Hundebettes sollte, wie bereits erwähnt, waschbar, wasserfest und gut verarbeitet sein. Da ist es recht einfach, etwas geeignetes zu finden. Doch auch die Füllung des Bettchens muss gut gewählt werden, da der Hund bequem darin liegen soll. Das Hundebett sollte nicht so fest nachgeben, dass beim Liegen der Boden zu spüren ist. Um dabei das richtige Hundebett zu finden, siehst Du Dir die verschiedenen am besten in einem Fachgeschäft mit eigenen Augen an.

 

Die alternative Lösung: Ein selber gemachtes Hundebett

 

    • Wenn Du ein Hundebett aus Deinen Wollpullovern und aus Decken selber machst, hat das zwei Vorteile: Zum einen kannst Du die ausgediente Wäsche sinnvoll weiterverwenden und zum andern wird Dein Hund sein neues Hundebett lieben, weil es intensiv nach Dir riecht. Du musst Deine Pullover und Kleider nicht einmal vorher waschen, denn je intensiver es nach Dir riecht, desto besser.

 

    • Was Du zusätzlich zu Deinen dicken Wollpullovern und den Decken noch brauchst, ist ein alter Kissenbezug in der gewünschten Größe: Für kleine Hunde ein kleiner Kissenbezug, für grössere Hunde kann dementsprechend ein grösserer Anzug. Lege nun die Decken und die Wollpullover aufeinander und drappiere alles so, dass du ein gleichmäßig weiches Kissen bekommst. Idealerweise haben die aufschichteten Pullover und Decken eine Höhe von rund 10 Zentimeter oder mehr. Dann nähst du das Ganze mit ein paar Stichen grob zusammen. Zuletzt packst du alles in deinen Kissenbezug ein und fertig ist das neue, selbst gemachte Hundebett.

 

Alte Kindermatratzen oder normale Matratzen als Hundebett

 

    • Alte Kindermatratzen oder normale Matratzen eignen sich auch sehr gut als Hundebetten. Wer genügend Platz hat, diese irgendwo aufzustellen, kann diese mit alter Bettwäsche beziehen. Viele Hunde finden unsere Betten sehr bequem. Warum nicht eine ausgediente Matratze dem Hund geben, statt wegzuschmeißen?

 

Fazit: Ein bequemer Schlafplatz für Deinen Hund ist unabdingbar

 

    • Da Hunde 17 bis 20 Stunden am Tag schlafen, ist es wichtig, dass sie ein oder besser mehrere bequeme Plätzchen zur Verfügung haben, wo sie sich hinlegen können. Bei der Auswahl des Hundebettes sollte nicht in erster Linie der eigene Geschmack, sondern die Bedürfnisse des Hundes an erster Stelle stehen.

 

    • Ein bequemes Hundebett, das genug groß ist, aus einer geeigneten Füllung besteht, waschbar und wasserfest ist und an der richtigen Stelle steht. Das ist alles, was Du im Bezug auf die Schlafmöglichkeit für Deinen Hund beachten musst.

 

    • Manchmal kannst Du auch aus Dingen, die Du selber für Dich nicht mehr brauchst, etwas bequemes für Deinen Hund zaubern oder Dir damit die Reinigungsarbeit erleichtern. Du hast hier einige Anregungen erhalten, Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

 

    • Weitere Informationen, worauf Du beim Schlafplatz für Deinen Hund achten solltest, findest Du hier:

 

    https://www.fressnapf.de/ratgeber/hund/beitrag/schlafplatz

 


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